Tunisia

Sehenswert 2

Mahdia

Ist eine tunesische Stadt mit 45.977 Einwohnern (2004), südlich von Monastir und südöstlich von Sousse gelegen. Mahdia ist ein tunesisches Provinzzentrum nördlich von Sfax. Sie hat einen bedeutenden Fischereihafen und angeschlossene Industrie zur Fischverarbeitung. Das Gouvernorat von Mahdia hat eine Fläche von 2966 km² mit einer Bevölkerung von etwa 380.000 Einwohnern.
Die Stadt wurde von den Fatimiden unter dem Kalifen Abdallah al-Mahdi im Jahre 921 gegründet. Mahdia wurde die Hauptstadt von Ifriqiya und im Jahre 1087 von Schiffen aus Genua und Pisa angegriffen. Aus dem 10. und 11. Jahrhundert sind noch einige Gebäude erhalten.
Im Zentrum der Halbinsel von Mahdia befindet sich die Festung Al Borj Al
Kebir. Sie wurde unter türkischer Besetzung zur Verteidigung gegenüber den Spaniern erbaut.
Die erst seit einigen Jahren erschlossene Ferienregion begeistert vor allem
durch ihren wunderschönen, kilometerlangenweißen Sandstrand. Von der bewegten Geschichte zeugen nur noch eine Festung, ein islamischer Friedhof, direkt
am Meer gelegen, und die alte Hafenanlage am Cap d‘Afrique.

Matmata

Am Rande der Sahara gelegen ist ursprünglich der Name eines Berberstammes, den man später der "Stadt der Höhlenwohnungen" gegeben hat. Ebenerdig betrachtet sieht man diese Höhlenwohnungen zunächst einmal nicht. Die Höhlen sind nämlich nicht etwa in die Seitenwände eines Gebirges getrieben, noch gehen sie auf natürliche Höhlenformationen zurück. Sie wurden vielmehr künstlich von Menschenhand als senkrechte Krater in den Erdboden gegraben, von wo aus sich ein horizontales, labyrinthartiges Höhlensystem mit Wohn-, Schlaf-, Bevorratungs- und Kochhöhlen verzweigt. Diese Krater sind der zentrale Ort einer solchen Anlage und erscheinen dem heutigen Besucher wie ein lebendiges Museum. Von diesen Kraterhöfen, ja
Gehöften, gehen meist einstöckige, manchmal auch Wohnhöhlen mit zwei Etagen ab. Wer allerdings glaubt, hier lebe man in Matsch und Dreck, der irrt gewaltig. Von einer primitiven Behausung ist hier keine Spur. Die Böden sind mit Berberteppichen ausgelegt, da stehen Tische und Stühle, Schränke und Betten aus massivem Olivenholz herum. Aus manchem Kraterloch ragt sogar eine Fernsehantenne oder eine Satellitenempfangsschüssel empor und enttäuscht die pittoresken Erwartungen des touristischen Besuchers. Aber wer wollte den Bewohnern diesen fragwürdig schnöden Anschluss an die Restwelt vorenthalten? Die Zugangshöhlen sind allesamt nach außen hin abschüssig angelegt, so dass sich nach einem etwaigen Wolkenbruch das Wasser nicht etwa Trichterförmig in den Kratern ansammelt, sondern nach draußen abfließen kann. Diese Zugangs- und Abflusshöhlen sind in Höhe und Breite so bemessen, dass gerade ein beladenes Kamel hindurchpasst. Die Zugänge sind immer schlängelig um ein paar Ecken herum angelegt, so dass man von außen nicht in ein Gehöft einsehen kann. Die Gegend rings um Matmata sieht aus wie eine Mondlandschaft mit Palmen. Auf den ersten Blick ein kärgliches Bild mit spärlichem Bewuchs. Für das Auge dennoch höchst reizvoll. Kleine Hügel in der charakteristisch hellbraunen Sandstein- und Lehmtönung, dazwischen hin und wieder eine glänzend-weiße Moschee. Biblisch anmutende Landschaften, die archetypische, archaische Assoziationen freisetzen und beflügeln. Zahlreiche Marabouts (Grab- und Gedenkstätten für islamische Heilige oder Sufis) säumen die rötliche Gebirgswelt rund um Matmata. Steigt man auf einen der angrenzenden Berge, die Matmata im Westen von der Sahara trennen, dann sieht man unten im Tal an die fünfzig Kraterlöcher in den weichen Sandstein und Lehmboden getrieben. Man denkt an Vulkane oder Meteoriteneinschläge, wie auf einem unwirtlichen Planeten. Die kreisrunden Kraterlöcher sind etwa zehn Meter tief und haben einen Durchmesser von bis zu zwanzig Metern. Jede Familie bewohnt eines dieser Löcher. Bei Familiennachwuchs wird einfach ein neuer Stollen gegraben. Bis heute ist ungeklärt, weshalb die Menschen vergangener Jahrhunderte diese Lebensform wählten.

Monastir

Mehr als nur Badeurlaub
Im südlichsten Teil des Golfs von Hammamet liegt die Stadt Monastir. Ein traumhaftes Stück Erde mit mildem Klima, strahlendblauem Himmel und glitzerndem Meer. Inmitten der freundlichen Atmosphäre von Monastir kann man einen entspannten und zugleich interessanten Urlaub verbringen. Monastir ist eine moderne Stadt und doch erstaunt hier das allgegenwärtig historische Erbe und die Traditionen. Eine der Hauptattraktionen der Stadt ist der Ribat - eine der beeindruckendsten Festungen Tunesiens. Angenehm ist auch die schöne und frische Natur im Hinterland und die komfortablen Hotels, die ganz auf den perfekten Urlaub ausgerichtet sind. In der stark restaurierten Medina reihen sich
zahlreiche Souvenirläden aneinander. Auch das prunkvoll angelegte Familienmausoleum des ehemaligen Präsidenten Habib Bourgiba mit den grünen Kuppeln und den goldenen Minaretten ist einen Besuch wert.

Es gibt fast nichts Schöneres als durch die malerischen Gassen des alten Monastir zu streifen. Überdachte Passagen laden den Besucher dazu ein, eine Welt der Düfte, der Lichter, der Farben, des Lächelns und der Ruhe zu entdecken. Ein buntes Treiben herrscht in der ganzen Stadt. Hier und da sitzt ein Kunsthandwerker in seinem Lächeln über der Arbeit oder bearbeitet ein Kupferziselleur sein Werk neben einem großen Teppichbazar. Und dann gibt es natürlich noch den Markt mit all seinen Stimmen, Gerüchen und Farben.
Monastir gehört neben Kairouan und Sousse zu den ersten in Ifriqiya gegründeten arabischen Siedlungen und wurde auf den
Ruinen der alten phönizisch-römischen Stadt Ruspina erbaut.Die Festung (Ribat) von Monastir ist auf Befehl des Abassiden-Kalifen Harun ar-Raschid im Jahr 796 als Schutz gegen Angriffe der byzantinischen Flotten am Mittelmeer errichtet worden und galt mit dem Ribat von Sousse als die bedeutendste Festung entlang der tunesischen Küste (Sahel). Lokalhistorischen Nachrichten aus dem frühen 10. Jahrhundert zufolge war der Aufenthalt in diesem Ribat besonders verdienstvoll: ein dreitägiger Postendienst in Monastir garantierte jedem einen Platz im Paradies. Denn schon der Prophet Mohammed soll - allein lokalen, nordafrikanischen Überlieferungen zufolge - gesagt haben, Monastir sei eines der Tore zum Paradies. Die Festung galt somit unter den Kämpfern und Asketen gleichermaßen als eine Art Wallfahrts- und Meditationsort zu religiösen Anlässen, wie dem 'aschura-Fest und im Fastenmonat Ramadan.
Im Obergeschoss des südöstlichen Flügels war eine kleine Moschee mit einem Mihrab untergebracht. Heute werden diese Räumlichkeiten als Museum mit Exponaten aus der Region und aus Kairouan genutzt.
Monastir ist die Geburtsstadt des ehemaligen tunesischen Präsidenten Habib Bourguiba, zu dessen Ehren eine Moschee (Dschâmi' Burqîba) und ein Mausoleum (Turbat Âl Burqîba) errichtet wurden und dessen ehemaliger Palast sich an der Straße zum Flughafen, welcher ebenfalls seinen Namen trägt, befindet.
Heute ist Monastir eine wichtige Universitätsstadt (z.
B. Medizinische Fakultät). Ein Fünftel ihrer Bevölkerung sind Studenten. Mit Sousse und Sfax entwickelte sich die Stadt mit ihrem Hafen zum Umschlagplatz des Olivenölhandels. Seit der Mitte der 60er Jahre ist es eines der wichtigsten Zentren der Touristikbranche in Tunesien.

Sousse

"Perle im Sahel"
Sousse ist eine Hafenstadt am Mittelmeer und zugleich die drittgrößte Stadt in Tunesien. Der Name ist zweifelsfrei berberischen Ursprungs.Die Stadt Sousse liegt ca. 130 km von der tunesischen Hauptstadt Tunis entfernt, im Süden des Golf von Hammamet am Mittelmeer. Die Einwohnerzahl der Stadt beträgt ca.179.00 Personen, mit ihrem weiteren Umland ca.490.00 Personen. Sie ist Hauptstadt des Gouvernorats Sousse ca.610.000 Einwohner) und Metropole des tunesischen Sahel.
Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern als Handelsstützpunkt mit den Namen Hadrumetum gegründet und ist seitdem besiedelt. Im 3. Punischen Krieg entging Hadrumetum der Zerstörung durch die Römer,
weil es sich rechtzeitig von Karthago losgesagt hatte. Unter der römischen Herrschaft erlebte die Stadt bis ins 3. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blütezeit. Repressionen wegen der Teilnahme am Gordianus-Aufstand von 238 führten zum allmählichen Niedergang. Im 5. Jahrhundert folgte die Herrschaft der Vandalen und die Umbenennung in Hunerikopolis (nach König Hunerich). Nach der byzantinischen Rückeroberung durch Belisar im 6. Jahrhundert wurde die Stadt in Justinianopolis (nach Kaiser Justinian I.) umbenannt.
Im 7. Jahrhundert erfolgte die arabische Eroberung und die Zerstörung der Stadt durch Oqba Ibn Nafi. Erst um 800 wurde sie von den Aghlabiden unter dem Namen Sousse neu gegründet und erlebte einen raschen Aufstieg als
Hafen von Kairouan und Ausgangsbasis für die arabische Eroberung Siziliens. Während der Zeit der Aghlabiden entstanden der Ribat im Jahr 821, die Festung (Kasbah) 844 und die Große Moschee 851.

Im 12. Jahrhundert wurde Sousse von den Normannen besetzt. Während der türkischen Herrschaft war es wie andere Hafenstädte ein Stützpunkt der Korsaren. Dies hatte Angriffe der Spanier, Franzosen und Venezianer zur Folge, die zum allmählichen Niedergang der Stadt führten. Der Wiederaufstieg erfolgte erst in der französischen Kolonialzeit ab 1881 mit dem Bau der Neustadt und des Hafens, der vor allem der Ausfuhr von Phosphat diente. Sousses stetiger Aufstieg wurde nur vom Zweiten Weltkrieg vorübergehend unterbrochen.
Wie schon in der Antike und im Mittelalter gründet sich Sousses wirtschaftliche Bedeutung auch heute hauptsächlich auf seine Rolle als Ausfuhrhafen. Daneben haben sich in Sousse vor
allem die Textilindustrie und die nahrungsmittelverarbeitende Industrie angesiedelt. Als wichtiger Wirtschaftsfaktor hat sich der Tourismus mit etabliert. Im Norden von Sousse befinden sich im Strandbereich Hotels mit einer Kapazität von 40.000 Betten.
Die Medina (Altstadt) von Sousse geht auf das 9. Jahrhundert zurück und wird von einer 2,25 km langen Stadtmauer umgeben. Sie gehört seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Am Ostrand der Medina erstreckt sich der ab 1899 angelegte Hafen. Nördlich davon liegt die von den Franzosen angelegte Neustadt. Entlang einer Uferpromenade sind in nördliche Richtung Touristenhotels am Strand aneinandergereiht.
Die Große Moschee wurde nach der erhaltenen Bauinschrift, die um die Hoffassaden in
kufischem Duktus herumläuft, im Jahre 236 d.H. (zwischen 850-851) vom Aghlabiden-Emir Abu 'l-'Abbâs Mohammed erbaut. Den Betsaal hat man zwischen 894-897 in Richtung Qibla-Wand um drei Schiffe erweitert. Der als Minarett dienende Kuppelpavillon auf dem nördlichen Eckturm der Moschee ist eine spätere Zutat, stammt aber - entgegen der Ansicht von Creswell - aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts.

Sahara

Die uralten Kulturen, die Vegetation, die Völker, Landschaften und Legenden der Wüste haben die Menschheit schon immer fasziniert. Dem heutigen Urlauber eröffnet die Sahara - was in der Übersetzung "Sandwüste" bedeutet - Zutritt in eine völlig unbekannte Welt aus Licht, Stille und Farben. Stolze Berber laden in ihren Siedlungen dazu ein, alte Kulturen und handwerkliche Traditionen mitzuerleben.

 

 

 

 

 

 

Le Grand Sud

Le Grand Sud, der weite Süden, hat schon den einen oder anderen Dichter, Maler oder Filmemacher inspiriert. Fast 40 % des tunesischen Staatsgebietes nimmt die magische Sahara ein. Schluchtenartige Steinwüstenlandschaften wandeln sich in die so typischen unendlichen Sandweiten. Im nördlichen Teil erstreckt sich der funkelnde Salzsee El Jerid. In den Oasenstädten Tozeur oder Nefta blüht das Leben.
Verdursten muss natürlich niemand auf einem Wüstentrip. Die Oasenstädten Tozeur, Nefta oder Douz spenden reichlich an kulinarischen und kulturellen Nahrungsquellen. Ob altertümliche Altstädte, Paradiesgärten oder der süssliche Saft der Palmen, lagmi - jeder kommt hier auf seine Kosten. Als Balkon der Sahara bezeichnet man die Bergoasen
bei Chebika, Tamerza und Mides, die jeden Umweg wert sind. Hartnäckig erheben sich hier Palmen aus schroffen Felsen, sprudeln Wasserfälle aus dem Gestein und klammern sich Häuser in schwindelnder Höhe an Felswände. Ein unvergesslicher beeindruckender Anblick.

Wüstenspaß

Nostalgisch idyllisch präsentiert sich auch ein Trip mit dem "Lezard Rouge". Der ehemalige Salonzug des Bey von Tunis, auch "Orientexpress" Nordafrikas genannt, gibt auf der Strecke zwischen Redeyef und Metlaoui beeindruckende Aussichten preis: Tiefe Schluchten, engstehende Felswände und palmenbewachsene Täler.
Sehenswert ist auch der Ausblick vom Adlerhorst der Berber in Chenini. Hier thront hoch auf dem Bergsattel eine leuchtend weiße Moschee mit malerischer Aussicht auf eine schier endlose Weite.
Auch für Sport - und Abenteuer-Fans gibt es in der Sahara viel zu entdecken. Sandboarding, Mountainbiking oder Geländewagentouren ziehen insbesondere junge Touristen an. Sehens- und erlebenswert für jedes Alter ist das
internationale Saharafestival (Dezember) mit seinem bunten Programm (Berberhochzeit, Reiterspiele, Windhundrennen etc.). oder das "Festival der Ksours" (März), bei dem einige Tage lang ekstatisch gefeiert wird.

Tunis

Tunis liegt im Norden des Landes unweit vom Mittelmeer. Zwischen der Stadt und dem Golf von Tunis liegt der See von Tunis, eine flache Lagune. Die Innenstadt von Tunis mit der historischen Altstadt (Medina) und der während der Kolonialzeit angelegten Neustadt liegt zwischen dem See von Tunis und dem See Sebkhet Sedjoumi. Um die Innenstadt herum liegen die inneren Vororte: im Westen das Villen und Regierungsviertel Le Bardo mit dem gleichnamigen Museum, im Norden das Viertel um die Belvédère-Hügel und die neueren Siedlungen El Menzah und Ariana, im Süden die Industrieviertel Megrine und Ben Arous. Während der Kolonialzeit bauten die Franzosen einen 10 km langen Schnellstraßen- und Stadtbahndamm quer durch den See von Tunis, der als Fortsetzung der Avenue Habib Bourguiba die Innenstadt von Tunis mit der Hafenstadt La Goulette (arab. Halk al-Wadi) verbindet. Nördlich von La Goulette reihen sich die wohlhabenden Vororte Qart?dsch (Carthage, Karthago) mit dem internationalen Flughafen Tunis, Sidi Bou Said, La Marsa und Gammarth an die Küste, südöstlich liegt der Badeort Hammam-Lif.

Das Stadtbild von Tunis ist geprägt vom starken Kontrast zwischen der orientalischen Altstadt und der europäisch anmutenden Neustadt. Die Altstadt (Medina) von Tunis wurde im 9. Jahrhundert von den Aghlabiden angelegt und im 13. Jahrhundert von den Hafsiden umgestaltet. Sie gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die heute von etwa 20.000 Menschen bewohnte Medina hat eine Ausdehnung von 1500 m x 800 m und zeigt den üblichen Aufbau arabischer Altstädte mit einem unregelmäßigen Netz aus verwinkelten Gassen. Im Zentrum der Medina steht die Ez-Zitouna-Moschee, nach der Großen Moschee von Kairouan die wichtigste Moschee Tunesiens. Die Ez-Zitouna-Moschee geht im Kern auf das 9. Jahrhundert zurück, wurde jedoch mehrfach umgebaut und erweitert. Rings um die Moschee erstreckt sich das Marktviertel. Traditionell ist jeder der Souks (Marktgassen) einem bestimmten Wirtschaftszweig zugeordnet, z. B. den Parfümhändlern (Souk el Attarine), Schuhhändlern (Souk el Blaghija) oder Stoffhändlern (Souk des Étoffes). Der zentrale Bereich der Souks ist heute stark auf den Tourismus eingestellt, die Marktgassen in den Randbereichen der Medina werden jedoch vornehmlich von den einheimischen Bewohnern frequentiert.
Der Platz des Sieges (Place de la Victoire) mit dem ehemaligen Stadttor (Porte de France - arab. Bab el Bhar (= Hafentor)) liegt an der Grenze zwischen Altstadt (Medina) und Neustadt (Ville Nouvelle). Die
Neustadt liegt zwischen der Medina und dem See von Tunis und wurde im 19. Jahrhundert von den Franzosen angelegt. Die Straßen bilden ein regelmäßiges Schachbrettmuster und auch die Architektur der Gebäude mutet europäisch an. Hauptachse der Neustadt ist die über 1,5 km lange Prachtstraße Avenue Habib Bourguiba, die von Geschäften, Cafés und Hotels gesäumt wird.
Etwa vier Kilometer westlich der Innenstadt liegt der ehemalige Villenvorort Le Bardo. Hier befindet sich der von den Hafsiden im 15. Jahrhundert angelegte und von den türkischen Beys im erweiterte Palastbezirk. Die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Residenz des Beys beherbergt heute das tunesische Parlament. In den Räumen des
ehemaligen Harems ist das Nationalmuseum von Bardo untergebracht.

Tabarka

Im äußersten Nordwesten von Tunesien und dicht an der Grenze zu Algerien liegt dieses noch kaum bekannt Urlaubsgebiet. Vielleicht ist es ja die für tunesische Verhältnisse kurze Saison von Mai bis Oktober, oder es sind eher die deutlich niedrigeren Temperaturen, die einem Vergleicht mit den anderen tunesischen Feriengebieten wie Sousse oder sogar Djerba nicht standhalten können. Die Nordküste von Tunesien mit seinem grünen Hinterland und den mächtigen Korkeichenwäldern lockt daher heute noch eher Öko - Freunde an, die Ruhe und Erholung suchen und keine unbedingten Freunde des üblichen Urlaubstrubels sind. Tabarka, ein Traumziel für Taucher, der Geheimtipp für Golfer oder ein
Urlaub für den begeisterten Wanderfreund, der die Landschaft und Menschen auf andere Art kennenlernen möchte und dies mit den Annehmlichkeiten moderner Ferienzentren am Mittelmeer verbinden möchte. Mit all diesen Highlights bietet die Region um Tabarka somit keinen typischen Strandurlaub sondern wohl eher eine Art Naturtourismus für den Individualisten. Leider wurden auf Grund des geringen Interesses an Tabarka alle Pauschalreisen aus dem Programm deutscher Reiseveranstalter gestrichen. Seit 2006 ist es somit nur noch möglich per " Eigenorganisation" diese tunesische Region zu besuchen.

Touzeur

Heute Gouvernoratsstadt, war bereits den Römern unter den Namen Thusuros bekannt und verdankte ihren Reichtum und ihre Bedeutung dem Karawanenhandel. Einzelne heute noch zu besichtigende Bauwerke stammen aus dem 14. Jhd. und insbesondere das Altstadtviertel wartet mit besonders schönen Beispielen der für Touzeur so typischen Lehmziegelarchitektur mit ihren ornamentalen Verzierungen auf. Die dort zu bewundernden geometrischen Muster entstehen durch das Zurück- bzw. Hervorsetzen einzelner Ziegelgruppen und dabei - je nach Sonnenstand - lange Schatten auf die Wände werfen, die somit angenehm kühl bleiben.


Ein kleines Museum an der Rue Ibn Karabous sowie das Privatmuseum Dar Cherait zeigen Fundstücke aus der Region, angefangen von Hochzeitsgewändern über Möbel und Koranhandschriften bis hin zu römischen Säulen. Südlich des Ortes liegt die über 1.000 ha große Oase, wo die berühmten Deglet en-Nour Datteln gedeihen. Besonders sehenswert ist das ausgeklügelte Wasserverteilungssystem, das auch nach über 800 Jahren noch den Regeln seines Erfinders Ibn Chabbat gehorcht: Durch das Öffnen bzw. Schließen der einzelnen Kanäle, die der Verteilung des kostbaren Nass dienen, bekommt jede Parzelle nach einem festgelegten Zeitmaß. ihren Anteil.

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