Tunisia

Urlaub  auf  Djerba

Die Insel Djerba liegt im Herzen des Mittelmeers und verführt durch seine helle und ruhige Atmosphäre. Wunderschöne Traumstrände mit freistehenden Palmen machen Djerba zu einem wahrhaftigen Urlaubsparadies und das unweit der Sahara. Mit dem internationalen Flughafen, den erneuerten Straßen und den zahlreichen Hotels höchsten Niveaus ist Djerba zu einer sehr komfortablen Destination herangewachsen. Dazu kommen seit einigen Jahren die zahlreichen Thalasso-Zentren, die zum Teil zu den Besten des Landes gehören. Und die südlichste der Mittelmeerinseln zählt 300 Sonnentage pro Jahr.Zarzis ist mit Djerba durch eine in der Antike gebaute römische Straße verbunden. Der hübsche, kleine Badeort grenzt an einen großen Palmenhain. Lange, feine Sandstrände, der Zauber der alten Traditionen und der Komfort der in landestypischer Architektur gehaltenen Hotels machen diesen Ort äußerst reizvoll.

Die Kultur der Djerba

Djerba war bereits in der Antike bekannt, und Homer berichtete über die »Insel der Lotosesser« in der Odyssee. Auf Phönizier folgten Römer und Byzantiner, schließlich kamen 667 die arabisch-islamischen Eroberer, und Mitte des 16. Jhs. nahm der berüchtigte Korsar Dragut im heutigen Houmt Souk seinen Stützpunkt. Auf der Insel gibt es ca. 250 Moscheen, ein Großteil der Bewohner (Djerbi) sind Anhänger einer konservativen Abart des Islams (Ibaditen). Die Bewohner gelten als geschäftstüchtig und fleißig und halten an den alten Sitten und Gebräuchen wie auch am Berber-Dialekt fest.

Die Geschichte Djerbas

Die Geschichte Djerbas reicht weit in die Vergangenheit zurück, wo die Phönizier bereits Jahrhunderte vor der Gründung Karthagos einen Ankerplatz errichteten. Es folgten die Römer, die die kleine Insel zu einem der wichtigsten Warenumschlagplätze zwischen Wüste und Mittelmeer erhoben und deren errichteter Damm noch heute Djerba mit dem Festland verbindet.


Houmt Souk

Die Hauptstadt Houmt Souk ist mit 25.000 Einwohnern die einzig größere Stadt der tunesischen Insel Djerba. Zu Römer- und Phönizierzeiten wies schon der Name Houmt Souk (Marktsiedlung) auf die bedeutende Handelsfunktion hin. Der heutige Handel hat sich jedoch fast 100 %ig auf Tourismus eingestellt, und die malerischen engen Gassen bieten entsprechend bunte Warenangebote mit den richtigen Souvenirs: Mode, Gewürze und Töpferware.
Zwar gibt es in Houmt Souk noch alte Fondouks (Lagerräume mit Rundgewölben), jedoch werden sie heute entweder als Werkstätten von Handwerkern genutzt, oder sie wurden in Hotels umgewandelt. Alte zweistöckige Gebäude mit typisch quadratischen Innenhöfen, teils aus der Kolonialzeit, sind
zu Restaurants und Hotels umgebaut worden.

Überall auf Houmt Souks kleinen Plätzen sind Cafés, Souvenirläden und zahlreiche Restaurants. Es gibt auch Banken, eine Post und einen Fischerhafen. Das moderne Einkaufszentrum Houmt Souks befindet sich am Place Ferhat Hache. An einigen Wochentagen finden auf dem Place Bechir Seoud und der Ave Bourguiba Märkte statt, und besonders abends zeigen zwei Altstadtplätze lebhaftes Treiben.
Natürlich hält Houmt Souk einem Vergleich mit den verwirrenden Souks von Sousse oder Tunis nicht stand, doch es geht hier weitaus ruhiger und übersichtlicher zu. Verlässt Sie die Lust zum Feilschen und Bummeln, finden Sie schnell aus den Gassen
heraus und zur Hauptstraße Av. Habib Bourguiba zurück.

Geschichte Houmt Souk

Vom Hafen Houmt Souks aus sieht man das im 13. Jh. von Spaniern auf römischen Fundamenten errichtete Fort Espagnol "Bordj el Kebir" mit einem archäologischen Museum im Innern des Forts. Der vom berüchtigten Korsaren Dragut beauftragte Ausbau von 1560 - 1570 gab ihr das ungefähr heutige Aussehen. Der spätere Besitzer Beys von Tunis musste sie den Franzosen später überlassen, und für kurze Zeit befanden sich hier auch deutsche Soldaten während des 2. Weltkrieges. Erst 1968 wurde die Burg mit dem schönen Ausblick nach langsamem Verfall umfangreich renoviert, und auch der immer donnerstags nahe der Burg stattfindende Lybische Markt ist sehenswert.
Dragut ließ nach Eroberung der Festung
zwischen Festung und Hafen im Jahr 1560 ein grausiges Monument, das Denkmal des Schädelturms, als Abschreckung errichten - eine 9 m hohe Pyramide aus Schädeln der gesamten spanischen 5000 Mann Besatzung, die mit Ton haltbar gemacht und erst im Jahr 1848 auf Druck der Franzosen beseitigt wurde. An diese schreckliche Vergangenheit erinnert heute nur noch ein schlichtes Mahnmal an dieser Stelle.

Midoun

Mit 50 000 Einwohnern ist Midoun nach der Hauptstadt Houmt Souk die zweitgrößte Stadt Djerbas. Die Nähe zur touristischen Zone hat aus Midoun einen modernen Ort gemacht. Freitags findet in allen Gassen ein bunter Markt statt, die Händler kommen mit Gemüse, Töpferwaren, Datteln oder Fisch von ganz Djerba. Die Frauen Midouns tragen zu den typischen breitkrempigen Strohhüten Tücher mit Streifen aus orange schimmernder Seide. Man nennt sie Melhafa Damiyati, weil sie ursprünglich im ägyptischen Damietta gewebt wurden. So zeigen sich die einstigen Handelsbeziehungen der Djerbi noch heute. Midoun ist der Garten Djerbas, das Zentrum der Menzel und Irrgärten. Die festungsartigen Wohnanlagen mit
ihren Gärten sind typisch für das Landesinnere.

Hara-Sghira

Hara Sghira (heute El-Riadh) und Hara Kbira. Hier lebt die jüdische Gemeinde der Insel. Die ersten Juden haben sich nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n.Chr. in dieser Siedlung niedergelassen. Die meisten unter ihnen waren Gold- und Silberschmiede so das viele alte filigrane Schmuckstücke von hier stammen. Die Synagoge „El Ghriba“ (Die Wundertätige") hat eine interessante Legende, in der es heisst: „Das durch einen Meteoriteneinschlag, der Fingerzeig Gottes auf diese Stelle geworfen wurde oder auch ein Stein aus Jerusalem hier landete“, so wurde auf dieser Stelle die o.g. Synagoge errichtet. In ihr befinden sich zahlreiche Täfelungen und
alte Thorarollen. Von einem Besuch ist leider abzuraten, bedenkt man das es sich um ein sehr moslemisch geprägtem Land handelt in dem man sich befindet.

Mahboubine

Vorbei an den typischen Gärten der Insel führt die Straße von Midoun 3 km in westlicher Richtung nach Mahboubine (4000 Ew.). Lohnenswert ist dort die Betrachtung der Moschee mit ihren weißen Mauern und vielen Kuppeln, die im Jahr 1903 fertiggestellt wurde. Sie ist eine Miniaturkopie der Hagia Sophia in Istanbul. Ali el-Kateb, ein reicher Kaufmann aus Mahboubine, der sich in Istanbul niedergelassen hatte, stiftete sie seinem Heimatdorf.


Ras (Kap) Taguermess

Am Kap Taguermess steht an der Felsenküste ein Leuchtturm. Mit seinen 54 Meter bietet er eine herrliche Aussicht über die ganze Insel.

El May

El May mit ca. 4000 Einwohnern ist ein ruhiger, beschaulicher Ort in dem es eigentlich nur am Samstag, wenn Markt ist, etwas hektischer wird. Gemüse, Obst, Haushaltswaren und bunte Billigstoffe werden hauptsächlich angeboten, Touristen findet man dagegen hier nur wenige.Bekannt geworden ist El May aber eher durch die ibaditische MOSCHEE UMM EL TURKIA aus dem 16. Jahrhundert. Sie bietet einen etwas ungewöhnlichen Anblick durch die besondere Architektur mit schrägen Stützpfeilern, kleinen Türmen und einem Mini-Minarett. Eine Besichtigung für Nicht-Muslime ist allerdings untersagt, dennoch legen hier fast alle Inseltouren einen kurzen Stop ein, auch ein Foto von Außen ist durchaus lohnend
.


Guellala

Der Ort (8000 Ew.) mit seinem touristischen Töpfermarkt ist wie der Nachbarort Sedouikech umgeben von Talmulden, in denen die Töpfer ihren Ton abbauen. Entlang der Hauptstraße reihen sich die Keramikläden. Guellala ist ein touristisches Dorado für Ausflugsfahrten. Einige Geschäfte zeigen gern ihre altüberlieferten Handwerkskünste an der Drehscheibe. Viele Brennöfen sind wie eh und je tief in der Erde vergraben. Von alters her verschifften die Djerbi ihre Keramik in alle Teile Tunesiens und den gesamten Mittelmeerraum. Die großen, irdenen Gefäße dienten als Vorratsbehälter und zum Transport von Wasser, Olivenöl und Wein. Im alltäglichen Gebrauch wurden sie mehr und mehr durch unzerbrechliche Plastikbehälter
ersetzt. Heute setzt man daher vor allem auf den Verkauf an Touristen; diese sind allerdings mehr an glasiertem Geschirr als an den schlichten Krügen interessiert. Dazu bedarf es aufwändigerer Brennöfen, die sich nicht alle leisten können. So wird in Guellala neben eigener Produktion auch das industriell gefertigte bunte Tongeschirr aus Nabeul verkauft. Markttage: Sonntag und Mittwochvormittag

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