Tunisia

Kultur, Familie

Weltkulturerbe:
Amphitheater von El-Djem; Ruinen von Karthago; Altstadt von Tunis; Nationalpark Ichkeul; Punische Stadt Kerkuan und ihre Totenstadt; Altstadt von Sousse; Altstadt von Kairouan; Ruinen der antiken Stadt Dougga/Thugga
Kultur:
Seiner wechselvollen Geschichte hat das Land eine Vielzahl von gut erhaltenen Kulturdenkmälern zu verdanken. Auch in der Literatur und der bildenden Kunst haben die unterschiedlichen Einflüsse der vergangenen Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Vorherrschend ist bis heute die französische Prägung, die stellenweise tunesische Traditionen verdrängt hat.
Familienstruktur:
Die Heirat wird nicht nur als Vereinigung von zwei Menschen, sondern auch von zwei Familien betrachtet. Früher wurden Hochzeiten von den Eltern arrangiert, heutzutage haben junge Leute jedoch genügend Möglichkeiten, sich zu treffen und sich unabhängig von den Eltern kennen zu lernen. Die Polygamie ist nach islamischem Gesetz zwar erlaubt, sie ist in Tunesien
aber seit seiner Unabhängigkeit 1956 illegal. Traditionelle Hochzeiten, die besonders in ländlichen Gebieten gefeiert werden, dauern mehrere Tage oder sogar Wochen. Am Abend vor der Hochzeit lädt die Braut traditionsgemäß ihre Freundinnen ein. Sie tragen mit einer Paste aus Henna Ornamente auf Hände und Füße der Braut auf. Nachdem die Paste mehrere Stunden auf der Haut trocknet, wird sie entfernt und hinterlässt Muster. Die Großfamilie ist auch heute noch von zentraler Bedeutung für die tunesische Gesellschaft. Tunesien ist unter den muslimischen Ländern eines der fortschrittlichsten bei der Ausweitung der Frauenrechte. Frauen machen etwa 44 Prozent der Erwerbstätigen aus und viele von ihnen halten wichtige Positionen inne.
Umgangsformen:
Auf die angemessene Begrüßung wird in Tunesien großen Wert gelegt. Freunde und Familienangehörige begrüßen sich oft mit Wangenküssen. Unter Fremden ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern das Händeschütteln die üblichste Begrüßungsform. Zu den Standardbegrüßungen gehören Ass'lama (“Hallo”), Bisslama (“Auf Wiedersehen”), Sabah El-Kheer (“Guten Morgen”) und Tass'bah Ala Kheer (“Gute Nacht”). Es ist üblich, nach der Gesundheit und der Familie der anderen Person zu fragen, bevor man zu anderen Gesprächsthemen übergeht. Beim Betreten eines Geschäftes oder Büros begrüßt man den Eigentümer oder das Personal. Anders als die Bewohner der meisten islamischen Länder haben die Tunesier keine
Vorschriften, welche Hand für welche Tätigkeit zu benutzen ist. Der Austausch von Zärtlichkeiten zwischen Mann und Frau in der Öffentlichkeit gilt als unangemessen. Berührungen oder Händehalten unter Freunden desselben Geschlechtes ist hingegen durchaus üblich. Von ausländischen Besuchern wird erwartet, dass sie sich nicht zu locker kleiden und Knie und Oberarme bedeckt halten. Familien und Freunde besuchen einander häufig und ohne Voranmeldung. Ein Besuch kann mehrere Stunden dauern, und die Gäste werden gewöhnlich gebeten, zum Essen zu bleiben. Als Gast sollte man zumindest eine Kleinigkeit probieren, um den Gastgeber nicht zu beleidigen. Zu einer Einladung kann man kleine Geschenke wie Obst oder Schokolade (aber niemals Alkohol) mitbringen. Besucher, die zum ersten Mal kommen, werden normalerweise durch das Haus des Gastgebers geführt. Das Wort Mabrouk verwendet man, um zu Hochzeiten oder bestandenen Prüfungen, einer neuen Arbeitsstelle oder zum Kauf eines Hauses zu gratulieren.
Freizeit:
Musik hören, an den Strand gehen, Fußball, Beachvolleyball und Freunde und Verwandte besuchen gehören zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Tunesier. Viele Menschen spielen auch gerne das traditionelle Kartenspiel Shkubbah. Im ganzen Land werden im Sommer Kunst- und Kulturfestivals veranstaltet, die große Menschenmengen anziehen. Männer gehen sehr gerne in Cafés. Dort treffen sie sich, um Karten zu spielen, Sport und Politik zu diskutieren, Geschäfte zu machen und Kaffee oder Tee zu trinken.

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